Saisonfazit des SVS in der Landesliga: Eine Saison zum vergessen

09.06.2018 - 08:45

Hinter dem Landesligisten SV Sonsbeck liegt sprichtwörtlich eine Saison zum vergessen? Erst Ende Mai machte der SVS den Klassenerhalt klar. Die anfängliche Euphorie war schnell verflogen. In der neuen Saison will Thomas von Kuczkowski mehr Tempo ins Spiel bringen.

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Hatte sich die Saison anders vorgestellt: Kapitän Tim Weichelt.

Ein gelöster Thomas von Kuczkowski, Trainer des SV Sonsbeck, weilte unter den Zuschauern des Relegationsspiels zwischen den Hamborner "Löwen" und dem GSV Moers. Nur eine Mannschaft wird in der kommenden Saison um Landesliga-Punkte kicken dürfen. "Gut, dass ich diese Begegnung entspannt verfolgen konnte", sagte der Coach der Rot-Weißen, dessen Elf lange, viel zu lange um den Klassenerhalt hatte zittern müssen. Erst am vorletzten Spieltag entledigte sich der SVS seiner Abstiegssorgen. Von der anfänglichen Euphorie im vergangenen Sommer hatte von Kuczkowski nur aus der Ferne etwas mitbekommen. Damals hieß der Trainer Günter Abel und der Sportliche Leiter Guido Lohmann.

August 2017: Erste Zweifel kommen auf, ob der Kader um Kapitän Tim Weichelt tatsächlich so gut besetzt ist, um oben mitzuspielen. Erst am vierten Spieltag gibt's den ersten Sieg, ein 4:3 über den FC Kray.

Oktober 2017: Keine der fünf Meisterschaftspartien wird gewonnen. Nach der 2:4-Heimpleite gegen den VfL Rhede muss Abel gehen. Nur 111 Tage war er im Amt. Lohmann holt von Kuczkowski, der mit einem 1:1 gegen den VfL Repelen in seine Sonsbecker Trainer-Zeit startet. Auf Lohmann als seinen ersten Ansprechpartner muss der Coach allerdings verzichten. Er tritt zurück. Weitere Unruhe kommt auf.

November 2017: Spätestens nach dem 1:2 in Schwafheim ist klar, dass der SVS im Abstiegskampf angekommen ist. Thomas von Kuczkowski feiert mit dem 2:0 über Hamborn 07 den ersten Sieg.

Winterpause: Danny Rankl, Florian Abel, Yuhi Hayami und Stefan Kapuscinski verlassen den Verein. Mit Christian Voicu stößt ein neuer Stürmer hinzu.



Februar/März 2018: Von neun Spielen werden nur zwei gewonnen.

April/Mai: Die wichtige Heimpartie gegen Viktoria Bucholz geht mit 0:3 verloren, Nach dem ersten Gegentoren fallen die Rot-Weißen in sich zusammen. Nach dem 1:0 in Repelen folgen drei weitere Siege. Mit dem 2:1 über den ESC Rellinghausen ist die Klasse gesichert.

Fazit: Die Erwartungen waren zu hoch. Der Kader war augenscheinlich nicht in der Breite so zusammengesetzt, wie es sich die Verantwortlichen gewünscht hatten. Vorne wurden zu viele Chancen vergeben, hinten fehlte es an Stabilität. Es spricht für sich, dass Rankl mit neun Treffern am Ende der Saison, die der SVS auf Rang 13 abschließt, bester Schütze ist. Kai Schmidt und Voicu folgen mit fünf Toren. Die Leistungen in der zweiten Saison-Hälfte stabilisierten sich. In der Rückrunden-Tabelle liegt die Mannschaft auf dem neunte Platz.

Zukunft: Coach von Kuczkowski legt bei den Neuzugängen Wert darauf, dass sie Tempo mitbringen und über "eine starke Physis verfügen". Mit Stephan Schneider kehrt der ehemalige Kapitän zurück. Felix Terlinden, der drei Rote Karten sah, ist für den Trainer "ein gefühlter Neuzugang". Auf "Stareinkäufe" verzichtet von Kuczkowski bewusst. In der anstehenden Spielzeit will er sich nicht auf eine genaue Zielsetzung festlegen: "Allein wegen des tollen Umfelds muss aber unser Anspruch sein, eine andere Tabellenregion zu erreichen." Zudem sei ihm wichtig, dass die Zusammenarbeit zwischen erster und zweiter Mannschaft besser wird. "Ich möchte keinen Verein im Verein."

Quelle: RP vom 09.06.2018

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